Haloerscheinungen sind Lichtbögen und Lichtflecken am Himmel, die durch Brechung und Spiegelung des Lichts an Eiskristallen hervorgerufen werden. Eiskristalle, die zur Halobildung Anlass geben, finden sich vor allem in hohen Wolken der Gattung Cirrus und Cirrostratus. Daneben können Halos in fallenden Schneekristallen, im Eisnebel, auf Schneedecken und auf mit Reif überzogenen Flächen beobachtet werden.
Im Gegensatz zum Regenbogen sind diese atmosphärischen Erscheinungen kaum jemandem bekannt. Die Farbintensität der Halobögen ist unterschiedlich. Sie können fast farblos sein, nur mit einem rötlichen Innenrand oder auch so farbenprächtig wie ein Regenbogen. Außerdem sind Halos gar nicht so selten. Durchschnittlich kann man an 6-7 Tagen im Monat Haloerscheinungen beobachten.
Es gibt zwei Winkel in denen die Strahlen von den Eiskristallen der Cirren gebrochen werden. Die unterschiedlichen Haloformen resultieren aus den vielen verschiedenen Eiskristallformen, die sich in einer Cirruswolke befinden können. Das können Plättchen, Säulen, Pyramiden, dünne Nadeln etc. sein. Zu den Haloerscheinungen zählen auch Nebensonnen, oder Nebenmonde, die auf der gleichen Höhe wie die Sonne bzw. der Mond stehen. Neben dem kleinen Halobogen (22°-Ring) selbst treten auch noch oft farbenprächtige Berührungsbögen auf.
Es können auch mehrere Halophänomene auf einmal auftreten, wobei die am Himmel zu den häufigeren gehören, senkrechte Lichtstreifen über- und unterhalb von Sonne oder Mond sind ebenfalls Haloerscheinungen.