Blitze

Genauso wie viele davor Angst haben, sind auch viele Menschen davon fasziniert, die Rede ist von Gewitter. Besonders dann, wenn der Himmel richtig dunkel ist, kann man ihre manchmal recht gefährliche Eigenschaft besonders gut beobachten, die Blitze. Sie können als ein helles Licht erschei­nen, das für einen Moment den gesamten Himmel weiß erscheinen lässt, oder auch wurzelförmig, schön verzweigt und sich in mehrere Richtungen ausbreitend. Oft sind sie Vorboten kräftiger Niederschläge.

Die Ursache für Blitze ist nicht so einfach zu erklären, da es ein Vorgang von Elektrizität ist und mit Spannungsunterschieden und dergleichen zusammenhängt. Die Gewitterwolken sind elektrisch geladen. Man kann sie sich als Pol einer Batterie vorstellen. Sie selbst, eine andere Wolke, die Atmosphäre oder die Erde stellen gleichzeitig noch den anderen Pol dar. Beide Pole besitzen elektri­sche Ladungen, jedoch nicht gleichviel. Diesen Ladungsunterschied nennt man Spannung.

Um diesen Unterschied auszugleichen müssen die Teilchen, die an einem Pol überwiegen zum Ausgleich an den anderen abgegeben werden. Dies geschieht dann recht plötzlich und wahnsinnig schnell (ca.1/50s), nachdem sich die Ladung eine Zeit lang gesammelt hat. Die Folgeerscheinung dieses Ladungsübertrags ist die sichtbare Lichtspur des Blitzes.

Ein Blitz kann also von Wolke zu Wolke, von Wolke zur Erde oder auch von Erde zu Wolke verlaufen. Die Blitze, die sich zu höheren Schichten der Atmosphäre hin entladen kann man wegen der darunter liegenden Wolkendecke nicht erkennen. Die Bahn, in der der Blitz verläuft, ist der so genannte Blitzkanal. Die Blitze, die man am häufigsten beobachten kann, sind wohl der Flächen- und der Linienblitz. Außerdem gibt es noch den Perlschnurblitz, dessen Blitzkanal unregelmäßig verlöscht ist und daher nur stellenweise wie aufgereihte Kugeln leuchtet. Am seltensten zu sehen ist ein Kugelblitz, dessen Erscheinen noch nicht eindeutig geklärt ist. Er ist meist in Bodennähe sichtbar. Pro Tag blitzt es auf der Erde sehr häufig, auch wenn bei uns Gewitter im Durchschnitt nicht allzu häufig sind (pro Jahr 13 Tage im Norden, bis 40 im Süden).